Kontakt Shop English

Unsere Geschichte

Eine Geschichte von Zerbruch, Veränderung und einem Gott, der aus Schwachheit Neues entstehen lässt.

Die Geschichte der Entstehung von Friends of Jesus ist ein lebendiges Zeugnis dafür, dass Gott seine Kraft besonders durch unsere Schwachheit sichtbar machen möchte. Dass er nicht auf menschliche Stärke angewiesen ist, sondern im Gegenteil: sich das Törichte erwählt, um seine Weisheit offenbar zu machen. Die zerbrechlichen Gefäße gebraucht, um zu zeigen, was er zu tun vermag.

Gunnar & Corinna Ahrend, 1985
Gründer von Friends of Jesus
In den 70er Jahren

Auf der Suche

Gunnar und Corinna Ahrend waren solche Gefäße, als sie in den 70er Jahren, wie viele andere Kinder ihrer Zeit, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens waren. Verschiedene schwierige Umstände in ihrer Kindheit und Jugendzeit hinterließen tiefe Narben in ihrem Herzen, was sie auf unterschiedliche Art und Weise zu bewältigen versuchten. Beide kamen unabhängig voneinander auf die schiefe Bahn, suchten Zufriedenheit in Drogen, Alkohol und in Menschen, die sich genauso verloren fühlten, wie sie selbst. Sie reisten durch die Welt und kamen doch nicht an …

Corinna · 1980

Als Corinna nach einem missglückten Selbstmordversuch eines Tages innerlich am Ende war rief sie in ihrer Verzweiflung nach Gott. Kurz darauf traf sie Christen, die ihr von Jesus erzählten und ihr Leben bekam eine ganz neue Perspektive und Hoffnung.

Gunnar · In den Siebzigern

Gunnar dealte mittlerweile mit Drogen und hatte eines Tages auf einer Party eine übernatürliche Begegnung mit dem Heiligen Geist – von einem Moment auf den anderen erkannte er, dass Jesus lebt und er Ihm sein Leben geben wollte. Gunnar war danach, ohne jeglichen Entzug, frei von Drogensucht. Ihm war klar, dass er nicht mehr stehlen, dealen oder betrügen wollte. Und, dass es für ihn nur noch eine Frau geben würde.

Gunnar (zweiter von rechts) mit Freunden der christlichen Kommune in der Lüneburger Heide

Kommune in der Lüneburger Heide

Beide fanden zueinander und sehnten sich, trotz ihrer Zerbrochenheit, danach, Jesus nachzufolgen und alles für Ihn zu geben. Ihr Weg führte sie in eine christliche Kommune in der Lüneburger Heide, wo sie mit anderen ehemaligen Hippies und Suchenden auf einem Bauernhof lebten – mit dem ernsthaften Wunsch, Jüngerschaft ganz praktisch miteinander zu leben. Die Motivation und Liebe zu Jesus waren echt, doch es fehlten ihnen gewachsene Christen, die sie auf diesem Weg an die Hand nahmen und sie lehrten.

Als die Beziehungen in der Gemeinschaft langsam anfingen auseinanderzubrechen, biblische Grundlagen verlassen wurden und Menschen in den Fokus rückten, verließen Gunnar und Corinna, zusammen mit ihren 3 Kindern, ihr Zuhause von einem Tag auf den anderen und versuchten einen Neuanfang im Westerwald, wo ein alter Freund von Gunnar wohnte, der gläubig war.

Ein Neuanfang im Westerwald

Höhen und Tiefen

Von dort aus begann ein steiniger Weg für die Familie, der sie durch Höhen und Tiefen führte. Finanzielle Not, menschliches Versagen und eine immer noch unbewältigte Vergangenheit kennzeichneten die nächsten Jahre, prägten aber auch eine Zeit der Vorbereitung und Schulung auf das, was Gott mit ihnen vorhatte. Immer hatten sie ein Herz dafür, Menschen aus zerrütteten Verhältnissen, die sich in großer Hoffnungslosigkeit befanden, herauszureißen, sie bei sich aufzunehmen und ihnen von Gott zu erzählen. Dabei waren sie beide unperfekt, doch entschieden.

In dieser ganzen Phase ihres Lebens verloren sie nie den Blick auf Jesus und nahmen sein Wort, die Bibel, sehr ernst.

Der Hof in Ziegenhain, in dem später die Friends-of-Jesus-Arbeit ihren Anfang nehmen sollte
Peter und Dorothee Gleiß

Lernen. Heilen. Wachsen.

Nach einiger Zeit wurden Gunnar und Corinna von einem pensionierten Pastorenehepaar, Peter und Dorothee Gleiß, unter die Fittiche genommen. Hier erfuhren sie zum ersten Mal innere Heilung durch ein besonderes Aufarbeiten ihrer Vergangenheit und ihrer Beziehungsprobleme. Sie legten Gott noch einmal neu ihr ganzes Leben hin und lernten, was es bedeutet, ihren Alltag im Segen Gottes zu gestalten und geistlich zu wachsen.

Dabei waren sie immer hungrig nach mehr. Ihre 3 Kinder waren in dieser Zeit eng verbunden mit einer missionarischen Kinder- und Jugendarbeit und Gott baute auch in ihnen ein starkes, geistliches Fundament. Hier kam die ganze Familie auch verstärkt mit musikalischer Anbetung in Berührung, was später sehr prägend für den ganzen Dienst von Friends of Jesus werden sollte.

1997 – ein Abend, der etwas in Bewegung setzte

Friends of Jesus wurde geboren.

An ihrem 18. Geburtstag spielten Lena und ihr Bruder Marcus – beide Kinder von Gunnar und Corinna – zum ersten Mal gemeinsam mit Raphael, der später Lenas Ehemann wurde, und dessen Bruder Tobias in ihrer neu gegründeten Band. Gunnar erzählte an diesem Abend aus seinem Leben, und der Heilige Geist berührte die Herzen der Gäste – Christen wie Ungläubige. In diesem Moment wurde „Friends of Jesus" geboren.

Es wächst

In den kommenden Jahren wuchs, was Gunnar und Corinna im Herzen trugen: die Lehre der Jüngerschaft und Hingabe an Gott. Es folgten Jugendgruppen, Gottesdienste, die ersten eigenen Anbetungslieder und das erste Album, zahlreiche Straßeneinsätze im In- und Ausland sowie die Sorge um Menschen aus sozial schwachen Hintergründen – während immer wieder Menschen dazukamen, die sich für ein Leben mit Jesus entschieden. Die Eröffnung eines Begegnungscafés in Altenkirchen gab der mittlerweile auf ca. 50 Leute gewachsenen Gruppe einen festen Ort dafür.

Seit 2014

„Israel, we stand with you."

Unsere Liebe zu Gottes Anliegen für sein Volk Israel brachte uns 2014 das erste Mal auf die Straßen Jerusalems. Mit einem Team waren wir dort unterwegs, um Menschen zu trösten und zu bezeugen, dass der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs lebt – oft mit Straßenmusik mittendrin. So entstand das Projekt „Israel, We Stand With You", ein Projekt, das bis heute lebendig ist und mit dem wir regelmäßig in Israel unterwegs sind.

Mehr über Israel →
Corinna und Gunnar stehen vor der Gemeinde, Corinna spricht ins Mikrofon
Seit 2022

Eine neue Generation übernimmt Verantwortung

Nach mehr als 20 Jahren Leiterschaft ging die Verantwortung an ein Team aus der nächsten Generation über. Mit der Übergabe wuchs auch ein bewussteres Verständnis: Friends of Jesus ist nicht nur ein Dienst, sondern eine Ortsgemeinde – eine Gemeinde, die in Gemeinschaft lebt.

Friends of Jesus wird heute von einer ganzen Gemeinschaft gemeinsam getragen. Gunnar und Corinna bleiben Teil dieser Geschichte – nur nicht in der ersten Reihe.

Die Geschichte geht weiter.

Unsere Geschichte ist nicht abgeschlossen. Sie wird fortgeschrieben, denn der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist ein Gott der Generationen.