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Gemeinde

Warum Gemeinde?

Kein optionales Extra für besonders engagierte Christen – sondern Gottes eigene Idee für ein Leben im Glauben.

Gemeinde ist für uns kein freiwilliges Zusatzangebot, sondern von Gott selbst eingesetzt – auch wenn Menschen in ihr enttäuscht werden und enttäuschen. Sie ist der Leib Christi: weltweit ein Leib, sichtbar in vielen lokalen Gemeinden, gesandt, um Menschen zu Jüngern zu machen. Wie eine Gemeinde im Detail aussieht, ist frei – wie sie geleitet wird, wie Menschen miteinander umgehen und wofür sie da ist, ist es nicht.

Kein optionales Extra

Vielleicht wurdest du selbst schon einmal von einer Gemeinde enttäuscht. Vielleicht kennst du das auch aus zweiter Hand: Menschen, die verletzt wurden, Streit erlebt haben oder sich nicht ernst genommen fühlten. Das ist real, und wir nehmen das ernst – solche Erfahrungen wird es auch in Zukunft geben, weil überall dort, wo Menschen sind, auch Menschen enttäuschen.

Das ändert nichts daran, dass Gemeinde eine von Gott eingesetzte Institution ist.

Gemeinde ist der Ort, an dem wir, unsere Familien und Kinder geistlich, seelisch und oft auch ganz praktisch versorgt werden. Sie ist unser geistliches Zuhause, in dem wir verwurzelt und aufgebaut werden – der Ort, an dem wir einander ermutigen (Hebräer 10,24-25), einander tragen (Galater 6,2) und uns gegenseitig für den Dienst zurüsten (Epheser 4,11-13).

Der Ort, an dem wir verwurzelt und aufgebaut werden.

Was Gemeinde eigentlich ist

Im Kern ist Gemeinde für uns der Leib Christi – weltweit ein Leib, sichtbar in vielen einzelnen, lokalen Gemeinden wie unserer. Menschen aus jeder Kultur und Sprache sind darin vereint, Christus allein ist das Haupt, und wir als seine Glieder sind eng miteinander verbunden: Was ein Glied betrifft, wirkt sich auf den ganzen Leib aus (1. Korinther 3,10-11; Epheser 5,23). Sie ist von Jesus in die Welt gesandt, um Menschen zu Jüngern zu machen, sie zu taufen und sie zu lehren, was er uns aufgetragen hat (Matthäus 28,18-20).

Dabei ist Gemeinde in drei Richtungen zugleich ausgerichtet:

Auf Gott

Wir suchen seine Nähe im Gebet, in der Feier des Abendmahls, im Lobpreis und in der Lehre seines Wortes.

Nach innen

Wir leben nicht für uns allein, sondern ermutigen, ermahnen und bauen einander auf – und achten auf die Schwachen in unserer Mitte.

Nach außen

Wir tragen die gute Nachricht weiter – in Verkündigung, im Ruf zur Nachfolge und im praktischen Dienst am Nächsten.

(Apostelgeschichte 2,42-47; Hebräer 10,24-25; Matthäus 28,19-20; Apostelgeschichte 1,8)

Zwei bleibende Zeichen

Taufe

Das Untertauchen im Wasser im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – äußeres Zeichen dafür, dass jemand sich entscheidet, mit Christus zu sterben und neu zu leben.

Abendmahl

Die wiederkehrende Erinnerung an den neuen Bund in Jesu Blut und Ausdruck unserer Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Matthäus 28,19 · 1. Korinther 11,23-34

Was die Bibel offen lässt – und was nicht

Wie eine Gemeinde im Detail aussieht, legt die Bibel nicht fest. Es gibt Freiheit in der Form: Größe, Musikstil, Sprache, Ablauf eines Gottesdienstes – all das darf und soll von Ort zu Ort verschieden sein.

Ein paar Dinge sind für uns aber nicht verhandelbar, weil die Bibel sie festlegt:

  • Wie Leitung funktioniert – dazu gleich mehr.
  • Wie wir miteinander umgehen – mit Liebe als Maßstab, nicht als Option.
  • Wofür Gemeinde eigentlich da ist: Gläubige auszurüsten und zu stärken, ein Umfeld zu schaffen, in dem Wachstum und Reife möglich sind, nach außen zu wirken – zu den Schwachen und Verlorenen – und Menschen zu Jüngern zu machen.
Wie wir das leben

Eine geteilte Leitung

Der Blick bleibt auf Jesus gerichtet – nicht auf eine einzelne Führungspersönlichkeit.

Er allein ist das Haupt der Gemeinde (Kolosser 1,18)

Unsere Gemeinde wird nicht von einer einzelnen Person geleitet, sondern von einem Team aus Ältesten und Diakonen – ein Modell, das schon die ersten Gemeinden im Neuen Testament kannten (Apostelgeschichte 14,23). Diese geteilte, dienende Leitung schützt: Entscheidungen werden nicht von einer einzelnen, autoritären Stimme getroffen, sondern gemeinsam, in Abhängigkeit von Gottes Wort und seinem Geist.

Wort und Geist zusammen

Wir glauben, dass Gottes Wort und das Wirken seines Geistes untrennbar zusammengehören – beides ist von Gott gegeben, und beides widerspricht sich nicht, sondern ergänzt und bestätigt sich gegenseitig. Wird das Wort Gottes vernachlässigt, laufen wir Gefahr, unseren Glauben nur noch auf Erfahrungen zu gründen. Wird das Wirken des Heiligen Geistes ausgeklammert, fehlt uns die Kraft und Leitung, die Gott uns durch seinen Geist schenken will.

Wort und Geist gehören für uns untrennbar zusammen – nicht als Gegensatz, sondern als Ergänzung.

Deshalb glauben wir auch, dass die Gaben des Heiligen Geistes nicht mit den Aposteln aufgehört haben, sondern bis heute wirksam sind – von Weisheit über prophetisches Reden bis zur Heilung (1. Korinther 12). Wir streben dabei nach Ausgeglichenheit: ein starkes biblisches Fundament und gleichzeitig Raum für die praktische Ausübung und Entwicklung dieser Gaben im Alltag unserer Gemeinde.

Und wie sieht das konkret aus?

Wir leben das im Alltag miteinander

Wie wir das Miteinander tatsächlich leben – in Ziegenhain und darüber hinaus – liest du auf unserer Seite Gemeinschaft. Und der einfachste Weg, uns kennenzulernen: Komm einfach zu einem unserer nächsten Gottesdienste.